Unsere Mitglieder im GR Heiningen

Seit 2019 sind wir Grüne erstmals im Gemeinderat Heiningen vertreten. Unsere drei Mitglieder sind Jörg Mahler, Achim Hundsdörfer und Rainer Vogl.

Angetreten waren wir ja auf die 18 Plätze mit „nur“ sechs Kandidaten, insofern sehen wir drei Gewählte als gutes Ergebnis an, das wir einem grossen Vertrauen unserer Wähler verdanken. Wir hoffen, dass bei der nächsten Wahl auch gleichviele Frauen wie Männer mit uns kandidieren, damit die weibliche „Machart“ nicht wieder hinten runter fällt.

Jörg Mahler (Sprecher)

Struttweg 16
73092 Heiningen

Lehrer, 2 Kinder

Stellvertreter im Technischen Ausschuss und im Sozialausschuss

Am Herzen liegt mir Naturschutz und Umweltpolitik, d.h. mehr Blühstreifen und weniger versiegelte Fläche, mehr Radwege und weniger Verkehrslärm, mehr Insektenschutz und weniger Gifte… Dies alles für eine lebenswertere Gemeinde.


Achim Hundsdörfer

An der Feldscheuer 12
73092 Heiningen

Diplom-Betriebswirt (FH), verheitratet, 3 Kinder

Mitglied im Technischen Ausschuss, Stellvertreter in den Verbandsversammlungen GVV Voralb und Abwasserverband

Klimaschutz – global denken lokal handeln –
Es ist auch unsere lokale Verantwortung  mit hoher Priorität effektive Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Das angestrebte Ziel sollte eine deutliche Reduktion der Kohlendioxidemission in unserer Gemeinde sein.

Der Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde wird viele Einzelmaßnahmen erfordern deren Planung und Umsetzung technischen Sachverstand und einen bewährten Organisationsrahmen erfordern.

Das kann aus meiner Sicht am besten mit dem bereits heute von vielen europäische Kommunen genutzten Qualitätsmanagementverfahren  des European Energy Award sichergestellt werden. Mit fachkundiger EEA Beraterunterstützung wird eine Ist-Analyse der bisher erfolgten Energie- und Klimaschutzaktivitäten in Heiningen erstellt. Auf dieser Basis werden nicht ausgeschöpfte Klimaschutzpotentiale der Gemeinde definiert, priorisiert und über einem Maßnahmenplan durch die kommunale Verwaltung, Gemeinderatsmitglieder und engagierte Bürger  umgesetzt. Die umgesetzten Maßnahmen werden von einem akkreditierten EEA Auditor unabhängig geprüft. Die Gemeinde erhält bei erfolgreicher Umsetzung der Maßnahmen eine Zertifizierung. Die Gemeinden Rechberghausen und Hattenhofen haben bereits erfolgreich Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und damit EEA Zertifizierungen erhalten.

Die Klimaschutzziele können unter anderem durch die  Förderung von emissionsfreier Mobilität oder mit Maßnahmen zur erneuerbaren Energiegewinnung und Energieverbrauchsreduzierung erreicht werden. Auch eine  nachhaltigen Forstwirtschaft in unseren Gemeindewäldern und eine verstärkte innerörtliche Begrünung wären geeignete Handlungsfelder.  Darüber hinaus könnten beispielweise bei der Planung von neuen Wohnbau- und Industriegebieten die Rahmenbedingungen für klimaneutrales Bauen von der Gemeinde vorgegeben werden.

Wohnraum
Ich möchte mich für ausreichend bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde Heiningen einsetzen. Die heute bestehenden Wohnungen im Gemeindebesitz sollten nicht verkauft werden. Es sollte vielmehr der Ausbau von Wohnungen zu einem vertretbaren Mietpreis gefördert werden. Ein möglicher Weg könnte die Gründung einer Bürgerwohnungsbaugenossenschaft unter Federführung der Gemeinde Heiningen sein. Das Ziel dieser Genossenschaft sollte der Bau und die Vermietung von günstigen, barrierefreien und generationsübergreifendem Wohnraum sein. Da das eingesetzte Kapital für die Genossenschaft im wesentlichen von einer größeren Anzahl von Bürgern über Genossenschaftsanteile investiert würde, könnte sich die Gemeinde einen finanziellen Spielraum für andere wichtige Zukunftsinvestitionen erhalten.

Bürgerbeteiligung
Der Dialog mit den Bürgern ist mir wichtig. Ich möchte mich daher dafür einsetzen, dass die Gemeinde Heiningen der Bevölkerung die Möglichkeit bietet über geplante wichtige Projekte im Rahmen von Workshops zu diskutieren und dabei eigene Ideen einzubringen. Ein Beispiel hierfür könnte eine  moderierte Nachhaltigkeitswerkstatt oder das Projekt zur Sanierung des alten Schulhauses sein.


Rainer Vogl

Struttweg 9
73092 Heiningen

Arzt, verheiratet, 1 Kind

Mitglied im Sozialausschuss und in den Verbandsversammlungen GVV Voralb und Abwasserverband

Radwege: Heiningen braucht unter Würdigung der von Walter Renz sowie von der Ingenieursgesellschaft Dr. Brenner und Münnich schon vor 20 Jahren vorgeschlagen und inzwischen teilweise realisierten Massnahmen baldmöglichst eine Fortschreibung und Umsetzung des Radverkehrsnetzes. Ziel ist, dass Kinder und Senioren (letztere auch mit ihren pedelecs) sicher in die Schule, zum Einkaufen und auf’s Rathaus kommen, ohne CO2 aus dem (elterlichen oder eigenen) Auspuff zu pusten. Vordringlich sollte bald eine „Radmagistrale“ durch den Ort abseits der Hauptstrasse führen und die Anbindung an die Strecke über den Eichert nach Göppingen verwirklicht werden. Dann macht es auch Spass, zur Arbeit, für kleine Erledigungen, zum Treff mit Freunden oder zum Bummeln nach Göppingen zu radeln.

In der Seniorenarbeit sind mir der Erhalt maximaler Selbstständigkeit bis ins hohe Alter, die individuelle Mobilität -gegebenfalls mit modernen, elektrisch unterstützten Hilfen- und die besondere Förderung der ehrenamtlichen Arbeit mit Senioren einschliesslich unserem Verein Miteinander-Füreinander und seinem „HUNO“ wichtig.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit wird es sein, insgesamt für eine deutliche Reduktion der CO2-Produktion einzutreten. Dies kann gelingen durch die Attraktivitätssteigerung von ÖPNV, Rad- und Fussverkehr, durch mehr lokale Photovoltaik und durch eine Forcierung von Begrünung und Bepflanzung, damit das im Überschuss vorhandene Kohlendioxid wieder vermehrt gebunden wird. Auch dazu kann auch eine Kommune einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten. Felix Finkbeiners Buchtitel spricht für sich. „Wunderpflanze gegen Klimakrise entdeckt: Der Baum !“

Und ich trete für die Einrichtung einer Nachhaltigkeitswerkstatt ein. Unter Anleitung durch eine erfahrene Moderatorin oder einen Moderator können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die Rätinnen und Räte und die Verwaltung bei Entwicklung, Planung und Umsetzung der oben genannten und weiterer wichtiger Ziele an einem Strang in die richtige Richtung ziehen.

Ich möchte ausserdem die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir durch gute grüne Kommunalpolitik bei der nächsten Wahl in der Fraktion und im Gemeinderat Parität erreichen. Dass gleich viele Frauen und Männer sich mit uns für aktive Gemeindearbeit engagieren möchten.

Übrigens: plant-for-the-planet und fridays-for-future sind für mich unentbehrliche Jugendinitiativen gegen die Klimakrise.